Die Geschichten, die über den Hl. Nikolaus erzählt werden, bezeugen vor allem seine menschenfreundliche und hilfsbereite Art.
Der heilige Nikolaus ist wahrscheinlich in der 1. Hälfte des 4. Jahrhunderts Bischof von Myra gewesen. Ein Kranz von Legenden überdeckt seinen Lebensweg.
Seine Verehrung ist seit dem 6. Jahrhundert in Myra und Byzanz nachweisbar.
Bald drang sein Kult auch nach Deutschland, Frankreich und England.
Da die Legende ihn als Retter in Schwierigkeiten vieler Art schilderte, wird er als Helfer in allen Nöten angerufen. Ganz besonders gilt Nikolaus als Freudenbringer für die Kinder.
Dargestellt wird er in bischöflichem Ornat mit Anker oder Schiff, mit Bottich mit drei Knaben; oder mit Geldbeutel und Münzen, die er drei Mädchen in einer Hütte reicht, mit drei Broten oder Goldstücken oder Äpfeln.
Er gilt als der Patron von Russland, Lothringen sowie der Kinder, der Schüler, Mädchen, Jungfrauen und alten Menschen, der Ministranten, der Feuerwehr, der Pilger und Reisenden, der Zigeuner, der Gefangenen, der Apotheker, Richter, Rechtsanwälte und Notare, Kaufleute, Bäcker, Müller, Korn- und Samenhändler, Metzger, Bierbrauer, Schnapsbrenner, Wirte, Weinhändler, Fassbinder, Parfümhersteller und -händler, Fährleute, Schiffer, Matrosen, Fischer, Flößer, Brückenbauer, Bauern, Weber, Spitzen- und Tuchhändler, Steinmetze, Steinbrucharbeiter, Knopfmacher, Kerzenzieher, der Diebe und Verbrecher. Um Fürsprache wird er angerufen besonders um glückliche Heirat und Wiedererlangung gestohlener Gegenstände, gegen Wassergefahren, Seenot und Diebe.